Ullrich Ott, Psychologe

Bewusstheit ist der Schlüssel zu selbstbestimmtem Handeln und persönlicher Freiheit. Solange ich unbewusst und automatisch handele, bestimmen biologische und soziale Konditionierungen mein Leben. Eine Methode zu erkennen, wer ich bin und was ich wirklich will, was für mich stimmt, ist die Selbstreflexion in der Meditation. Beim Achten auf meinen Atem, beim Schauen und Lauschen nach innen, beim Beobachten meiner Gefühle und Gedanken aus einer übergeordneten Warte kann ich zu mir kommen. Nach der Meditation besteht die Aufgabe dann darin, bei mir zu bleiben, wenn ich anderen begegne. Meditation ist ein Weg zur Selbstfindung und Selbstbestimmung, zu Wahrhaftigkeit und Autonomie. Meditation öffnet nach innen, führt in die eigene Mitte, und sie öffnet zugleich nach außen, macht einen empfänglicher für die konkrete lebendige Gegenwart. Diese Erkenntnis beruht auf meiner persönlichen Erfahrung mit der Praxis der Meditation und auf Begegnungen mit Menschen, die eine große persönliche Klarheit, Tiefe und Bewusstheit erlangten und dadurch zum Spiegel und Lehrer werden für ihre Mitmenschen.