© Thomas Fries, Lizenz: cc-by-sa-3.0 de

Manuela Schwesig, Politikerin

Für mich ganz persönlich ist die Familie, ein gutes soziales Umfeld und dass man zusammenhält wirklich wichtig. Auf politischer Ebene ist Frieden und ohne Gewalt aufzuwachsen ganz wichtig. Und es kommt darauf an, dass es in unserem Land Chancengleichheit gibt. Dass jeder mit seinen Talenten einen guten Weg machen kann und sozialer Aufstieg nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Ich bin selber in einer großen Familie aufgewachsen, wo ich alles sehen kann: Dass es bspw. Leuten auch unverschuldet nicht gut gehen kann, weil sie vielleicht arbeitslos werden, weil sie krank sind. Wo ich aber auch sehe, dass man, wenn man sich anstrengt, auch erfolgreich sein kann und dass es dabei aber immer darauf ankommt, dass die Leute solidarisch sind. Diejenigen, denen es gut geht, müssen auch bereit sein, sich um andere zu kümmern. Es nützt nichts, sich einfach nur um seine eigene vier Wände zu kümmern. 

 

© Amrei Marie

Axel Scheffler, Autor

Es ist eine wirklich schwierige Frage! Vielleicht ist ein erfülltes Leben wirklich wichtig, das einen einigermaßen glücklich macht – auch wenn ich nicht an ständiges Glück glaube.

Ich bin beispielsweise glücklich mit meiner Familie und mit meinen Lebensumständen – damit bin ich relativ zufrieden.

Außerdem ist Offenheit und Neugier für das Leben und für andere Menschen sehr wichtig. Aber daran muss man ständig arbeiten!

© Simin Kianmehr

Jürgen Becker, Kabarettist

Wichtig ist, dass der Mensch Kenntnis von der Welt hat, in der er lebt: Von dieser Wirklichkeit und vor allem von der Geschichte. All das, was jetzt passiert hat eine lange Geschichte. Dieser Augenblick jetzt hat eine Vorgeschichte. Ich finde es notwendig, dass wir wissen, was das für Situationen sind, in denen wir uns befinden und wie sie entstanden sind. Wie weit hat die Geschichte uns zu dem gemacht, was wir jetzt sind?

Ich habe irgendwie mal gemerkt, dass all das, was jetzt passiert und bei dem man häufig denkt `Was war denn das? Wieso ist es so gekommen?` eine Vorgeschichte hat. Das ist ja alles schon vorbereitet gewesen. Es ist wichtig sich zu fragen, in welchem Maß ich in diesem Vorgang von außen gesteuert worden bin und in welchem Maß ich subjektiv der Entscheidende in diesem Prozess bin? Darauf kommt es an: Herr meiner Entscheidungen zu sein! Aber ich muss wissen, dass die Entscheidung immer auch durch äußere Umstände mitbestimmt wird.

Neuigkeiten bei Startnext!

Jetzt ist es soweit.

Startnextaufruf

 

Das Buchprojekt „Was wirklich wirklich wichtig ist“ ist in der Finanzierungsphase.

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Wir freuen uns auf eure Unterstützung!

© Smalltown Boy (CC BY-SA 3.0)

Jeanette Biedermann, Musikerin und Schauspielerin

Ich glaube, es ist wirklich wirklich wichtig, dass man versucht, stets ein möglichst guter Mensch zu sein und liebevoll zu sein. Denn wenn man mit Liebe durch das Leben geht, dann ist man immer auf der richtigen Seite und dann wird es einem immer gut gehen, weil man das auch zurück bekommt.

Joris, Musiker

Ich finde es wirklich wichtig, dass man persönliches Glück nicht mit Erfolg verwechselt. Ich versuche mein Glück nicht allein am Erfolg zu binden, sondern Glück in ganz verschiedenen Lebenssituationen zu genießen. Dazu gehört auch, dass ich meinen Erfolg nicht als selbstverständlich ansehe. Ich darf seit zwei Jahren Konzerte geben, bin viel herum gekommen und habe Abend für Abend ausverkaufte Häuser. Umso wichtiger ist es zu wissen, wer man eigentlich ist, wo man herkommt und was einen selber ausmacht. Und es ist wichtig zu unterscheiden, zwischen dem JORIS, der großgeschrieben wird und auf der Bühne steht und dem Joris, der zu Hause, seine Wäsche macht und einkaufen geht. Deswegen ist es auch wichtig, zu verstehen, was Leben eigentlich ist. Ich beobachte viele Menschen, die sich in ihre schulische Laufbahn und in die Karriere reinknien, dann irgendwann jeden Tag hart arbeiten und auf die Rente hoffen und sich wirtschaftliches Gut sichern, um dann später das Leben so richtig zu genießen, ohne je mal über den Tellerrand geschaut zu haben.

Ich habe da für mich den Satz „You only live once“. Ich glaube, auch bei aller Liebe zum Buddhismus, dass das auch stimmt. Deswegen ist es wichtig zu erkennen, dass das Leben immer um einen herum ist. Dies zu 100% zu verstehen und umzusetzen, also jeden Tag so zu leben, als wenn ich wüsste, dass ich morgen sterben müsste. Ich schaffe das zwar definitiv nicht jeden Tag, aber ich erinnere mich auch an die Zeit, in der ich an meinem Album gearbeitet habe und niemand daran Interesse hatte, was ich mache. In dieser Zeit wollte ich natürlich Erfolg haben, aber jetzt wo ich ihn habe, wünsche ich mir manchmal einfach auch, unerkannt mit meinen Freunden eine Reisetour machen zu können. Also möchten viele immer das haben, was sie gerade nicht haben und sind nicht vollständig zufrieden, mit dem, was sie haben. So gibt es viele Menschen, die einen tollen Lebenspartner haben und sich trotzdem nach der Zeit sehnen, in der sie unbekümmert durch „die Betten hüpfen“ können. Das zeigt mir, dass es wichtig ist, mit sich selber im Einklang zu sein. Ich selber habe natürlich momentan wenig zu zweifeln, denn auch wenn ich zur Zeit wenig zu Hause, also in meiner WG bin, so habe ich doch aktuell ein sehr bewegtes, erlebnisvolles und abwechslungsreiches Leben. Das habe ich mir immer gewünscht und das ist für mich auch gerade das Leben, das ich leben will.

Susanne Spindler, Lehrerin

Susanne Spindler

© Susanne Spindler

“Was wirklich wirklich wichtig ist? Am wichtigsten ist die Wahrheit, auch wenn sie manchmal alles vernichtet. Sie ist wie die Gottheit Shiva, die sowohl zerstört als auch wieder errichtet.”

Diseree Nick, Schauspielerin

Wirklich wichtig sind wahre Werte.

Christopher Nöthe, Profifußballer

Ich glaube, dass es wirklich wichtig ist, den Menschen zu vermitteln, dass sie alles im Leben erreichen können.

Hartmut Feldmann, Polizist

Was ich meine, was wirklich, wirklich wichtig ist, möchte ich Ihnen gern am Beispiel von mir selbst beschreiben: Im Jahr 1985 wurde mein Sohn geboren. Als er 13 Jahre alt war, hat sich meine damalige Ehefrau von mir getrennt und zog zu ihrem Geliebten. Seitdem hat sie keinen Kontakt mehr zu unserem Kind. So übernahm ich die Erziehung meines Sohnes allein.

Da habe ich mich oft mit der Frage beschäftigt, was wirklich, wirklich wichtig ist. Jetzt weiß ich für mich, was das Wichtigste ist, denn mein Sohn ist mein bester Kumpel, mit dem ich über alles reden kann und er mit mir. Was das Wichtigste ist, das ist ganz einfach: Annehmen und zuhören. Mehr muss es gar nicht sein. Damit meine ich, den anderen anzunehmen, so wie er ist, ihm zuhören. Keine Ratschläge geben, denn die sind ja oft auch nur ‚Schläge‘. Da sein ist viel wichtiger! Da sein und hineinversetzen durch Zuhören.

Mir selbst ist das erst im Laufe der Jahre bewusst geworden. Ich habe mich lange damit beschäftigt, habe mir auch Literatur darüber beschafft. Eines Tages habe ich mir einfach vorgenommen, das jetzt so zu machen. Und wer meinen Sohn und mich erlebt, der bemerkt es sofort, dass wir es auch leben! Aber wie wir das an andere vermitteln, das weiß ich auch nicht. Das ist wirklich schwierig. Ich weiß aber, dass mein Sohn, der jetzt auch Vater wird, das seinem Kind mitgeben wird. Da bin ich ganz sicher!

In meinem Beruf als Polizist ist das allerdings sehr schwierig zu praktizieren. Da schaffe ich das zwar oft, aber leider nicht immer.